Fahrradknotenpunkte haben Anschluss

Die Grenzregionen zwischen Coevorden/Emlichheim und Ulft/Isselburg haben mehr als drei Jahre lang hart daran gearbeitet, das in den Niederlanden weitverbreitete, außerordentlich erfolgreiche Fahrradknotenpunktsystem bis an das deutsche Grenzgebiet heranzuführen und es an das deutsche Fahrradroutennetzwerk anzubinden. Am 10. April in Gronau wurde die Anbindung offiziell eröffnet.

Die niederländische Knotenpunktwegweisung mit Nummern und die deutsche Routenkennzeichnung mit Angabe von Zielort, Richtung und Distanz gehen nun allmählich ineinander über. Im deutschen Grenzgebiet gibt es jetzt eine Reihe von Knotenpunkten. Außerdem wurden unter deutschen Routenschildern niederländische Knotenpunktnummern angebracht. Grenzüberschreitende Niederländer und Deutsche können sich leichter orientieren. Radeln wird dort noch attraktiver. Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Knotenpunktsystem für touristische Unternehmen und Gemeinden Vorteile hat, da neue grenzüberschreitende Routen und Arrangements noch einfacher zusammengestellt werden können.

350 Kilometer
Das Knotenpunktsystem wurde bereits auf einer Gesamtstrecke von 350 km realisiert. 109 neue Knotenpunkttafeln sowie 1000 Zusatzschilder wurden angebracht. Beide Systeme können ab sofort nach Herzenslust miteinander kombiniert werden. Vom prächtigen Montferland im Achterhoek bis zum Münsterland, das an das Radfahrermekka, die Grafschaft Bentheim, angrenzt, kann sorglos an einem Stück durchgeradelt werden. Diese Region hat wiederum Anschluss an das Overijsselgebiet um Vechtdal und Twente.

Dritter Schritt
Ein erster Schritt in Richtung grenzüberschreitendes Radeln waren die sogenannten TOPs, die touristische Orientierungspunkte. Über einen TOP können Radfahrer, Wanderer und Reiter seit 2006 interessante und gut ausgeschilderte Routen finden, die Sehenswürdigkeiten und wunderschöne Naturschauplätze beiderseits der Grenze miteinander verbinden. 2012 erschienen die ersten grenzüberschreitenden touristischen Karten von Falk, ein weiterer Schritt. Die Karten Nr. 21 mit Twente und Bentheim und Nr. 22 mit dem Achterhoek und dem Westmünsterland hörten nicht mehr plötzlich an der Grenze auf. Mit Anschluss des niederländischen Fahrradknotenpunktsystems an das deutsche Routensystem erfolgte nun der dritte Schritt.

Von April bis Oktober finden in der Grenzregion zahlreiche Radfahrevents statt. Auf www.grensbelevenis.nl sind alle Veranstaltungen aufgelistet.

Die grenzüberschreitende Ausschilderung ist zu verdanken: ?Dem Projekt Grensbelevenis / Grenzerlebnisse der EUREGIO in Gronau in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Recreatischap Achterhoek Liemers / Stichting Achterhoek Toerisme, Routepunt Oost / Marketing Oost, Regio Twente / Twents Bureau voor Toerisme, Münsterland e.V., Kreis Borken, Straßen NRW Grafschaft Bentheim Tourismus e.V.

Autor: Patricia Lindeman

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