Nordic Walking im Erholungsort Elten

Von der kleinen 3,3 Kilometer-Route bis zur mehr als 15 Kilometer langen Kneipp-Tour geht‘s schnellen Schrittes durch den Eltener Park.

Walking-Freunde, aufgepasst: In Elten bei Emmerich gibt es einen Park, der auf die Bedürfnisse der Nordic-Walker ausgerichtet ist. In einem Kultur- und Sinnespark des staatlich anerkannten Erholungsortes Elten sind die Stöcke und ihre Sportler beinahe zuhause. Direkt an der Grenze zu den Niederlanden, im Montferland, stehen Natur- und Waldgebiete den Wanderern offen. Fahrrad-, Lauf- und Reitwege machen das Montferland schon viele Jahre zu einem beliebten Ausflugsziel.

80 Kilometer Routennetz

Seit 2005 gehören dazu auch ausgewiesene Nordic-Walking-Strecken, zu denen das infoCenter in Emmerich am Rhein Auskunft erteilt. Mehr als 80 Kilometer Routennetz zwischen Deutschland und den Niederlanden laden zum sportlichen Wandern ein, sogar ein Barfußpfad ist dort errichtet worden. Seit 1897 steht der Verschönerungsverein Elten mit unermüdlichem Engagement dahinter, dass der Erholungsort auch wirklich einer bleibt.IMG_4432_Nordic Walking

Im Zentrum von Elten, genauer am Seniorenheim St.-Martinus-Stift, geht es los. Und zwar für jede der vier verschiedenen Walking-Touren, die mit historischen Symbolen auch wieder zum Zielort zurück führen. Ganz gleich, ob es mit der 3,3 Kilometer langen St. Martinus-Route, der 6,4-Kilometer-Tour St. Vitus oder gleich 11,1 Kilometer langen Drusus-Route los geht, Start und Ziel liegen immer am St.-Martinus-Stift. Die längste der ausgewiesenen Routen liegt bei 15,6 Kilometer, die als Kneipp-Tour gut zu den Stationen der Wassertretbecken im Sinnespark passt.

Unterwegs in der Natur

Über die deutsch-niederländische Grenze hinaus führen die Gießkannen-Symbole, welche die Kneipp-Route, benannt nach Sebastian Kneipp, ausschildern. Vom St.-Martinus-Stift aus geht’s zunächst über eine kleine Steigung in Richtung Waldgebiet, wo der Nordic-Walker zunächst auf den „Trimm-dich-Platz“ trifft. Es folgt eine Strecke in der Natur, durch den Eltener Wald, über die Grenze hinweg, so dass sich der Sportler im niederländischen Stokkum wiederfindet.

Zwischen Wiesen und Feldern kann in der Gemeinde Montferland herrliche Natur genossen werden. Liegt erst die Linthorstbrücke hinter einem, ist der Rückweg über die Landesgrenze nicht mehr weit: Auf in den idyllischen Borgheeser Wald, der das Schlösschen Borghees auf deutscher Seite beheimatet. Eine Pause lohnt sich dort allemal, zum spannenden Eintauchen in das Schlossleben vor langer Zeit…

Weiter geht es dann den Hassentweg entlang, der an einem Golfplatz vorbei führt, am Fluss Wild sowie dem Gut Alt Voorthuysen. Zu sehen und beobachten gibt es dort eine Menge – Natur, Kultur und Sport können auf dieser Route optimal miteinander verbunden werden. Auf dem Weg zum dann folgenden Eltenberg liegt unter anderem noch eine Propstei. Doch wer erst auf dem Berg angekommen ist, den erwartet ein besonders weitläufiger Blick über das Rheintal.

St.-Martinus-Stift wieder in Sicht

Auf der Zielgeraden erleben Walker die St.-Vitus-Kirche oder den knapp 60 Meter tiefen Drususbrunnen sowie den Englischen Hügel. Danach heißt es: Geschafft! Jetzt sind der Start- und Zielpunkt St.-Martinus-Stift nicht mehr weit!

Die kürzeste der vier Nordic-Walking-Routen, die St.-Martinus-Tour, ist nach dem Namenspatron des Seniorenstiftes benannt, an dem die Routen starten. 3,3 Kilometer führen im Rahmen einer kurzen Tour ebenfalls durch den Eltener Wald, wo die historische Gerritzen’s Mühle ein Highlight ist. Denn: An den Sommerwochenenden wird dort bis heute Korn gemahlen.

Alte Ziegelei-Industrie  

Darüber hinaus wurde in der Region des Nordic-Walking-Parkes Elten-Montferland das Wanderknotenpunkte-Netzwerk ausgeweitet. Wie die Euregio Rhein-Waal informiert, wurden in Kooperation mit der Stiftung „Stehen en Natuur“ Wege für Wanderer und Radfahrer markiert, die an einigen Stationen in die Vergangenheit der Ziegelei-Industrie entführen. „Durch die Aufstellung eines alten Exkavators, eines Lehmbaggers, wurde ein Stück Geschichte aus der Blütezeit der Ziegelei-Industrie erfahrbar gemacht“, heißt es im Rahmen der „Förderung 40 Projekte Euregiotourismus.“

Das Montferland gehört zum niederländischen Gelderland. Das Waldgebiet, welches sich über die Grenze hinweg erstreckt, ist hügelig – und nicht zuletzt wegen der Stein-freien Wege vor allem bei Reitern sehr beliebt. Die Gemeinde Montferland zählt mehr als 35.000 Einwohner.

Das St.-Martinus-Stift, welches Start- und Zielort der vier Walking-Routen ist, hat eine Anerkennung als Kneipp-Kurbetrieb. Vor Ort können neben Therapieangeboten auch Nordic-Walking-Kurse besucht werden.

Aussichtspunkt 2_Nordic Walking

Autor: Teersa van Wezel

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