Über alte Schmugglerpfade

Das Grenzgebiet zwischen Winterswijk ist still und verstohlen. Doch genau in diesem Gebiet gab es das Katz- und Mausspiel mit den Zöllnern. “Kommiesen” nannte man sie. Der “Kommiezenpatt” erinnert noch daran.

Der „Kommiesenpatt – Kommiezenpad” führt beiderseits der Grenze über einige, noch heute vorhandene, ehemalige Zöllner- und Schmugglerpfade zu vielen der 186 Grenzsteine. Es ist grundsätzlich ein Fußwanderweg. Verschiedene Teilstrecken kann man aber auch mit dem Fahrrad, als Reiter oder Kutscher zurücklegen. Die Region zwischen dem St.-Vitus-Stein im Gemeindedreieck Vreden – Winterswijk – Südlohn und dem Kloster Burlo kann man entweder über den 17,9 km langen Hauptwanderweg oder über 4 Rundwanderwege (4,8 – 5,2 – 10,5 – 12,8 km) erkunden.

Wandelen op smokkelpadenSie können die Strecke auch über die Hauptwanderroute zwischen den St. Vitus-Stein und Kloster Burlo erkunden oder über vier Rundwege. Sie können beliebig anfangen, denn sie sind alle, in beide Richtungen beschildert. Entlang der Strecke wurden außerdem 12 Informationstafeln aufgestellt, mit denen auf die jeweils interessanten Punkte hingewiesen und hierzu eingehende Erläuterungen gegeben werden. Sie parken Ihr Auto auf einem der- auf der Karte angegebenen- Parkplätze, oder am TOP-Punkt Burg Oeding.

Der Kommiezenpatt ähnelt mehr oder wenig einer alten Grenze. In 1756 wurde die offizielle Scheidelinie zwischen dem Bistum Münster und Gelderland in Burlo  festgelegt; ein angrenzendes deutsches Dorf. Ein Jahr später wurden in diesem Gebiet nahe Burlo 186 Grenzpfahle platziert. Obwohl viele, dieser alten Merkmale im Laufe der Zeit verschwunden sind, begegnet der Wanderer regelmäßig einen. Außergewöhnlich ist dass die Grenze in diesem Gebiet seit Jahrhunderte stabil ist. Die Landschaft, durch die Sie wandern, besteht seit Jahrhunderten aus schwer begehbaren Torf-, Sumpfmoor- und Heideland. Diese Barriere formte eine natürliche Grenze, die sowohl vom Bistum Münster, als auch vom Gelderland respektiert wurde.

Route 3: 10,5 Km, rundum Oeding und der Grenze zu Winterswijk und wieder nach Oeding

Diese Tour kann man im Ort Hessinkhook (14) starten. Dieser Landstrich verdankt seinen Namen dem Landgut “Schulze Hessing”. In dieser Gegend, ganz nah an der Deutsch-Niederländischen Grenze, gab es im Laufe der Vergangenheit des öfteren Diskussionen über den Verlauf der Grenze. Während Ihrer Wanderung kommen Sie entlang des Flusses Slinge (15). Die Slinge ist nie befahren worden. Immerhin war sie für die Entwicklung der Grenzregion sehr wichtig. Sie trieb zwei Wassermühlen an und sorgte für Wasser in den Grachten der Burg. Während dieser Touren kommen Sie auch am früheren Grenzposten Kotten vorbei. Dieser wurde in 1995 geschlossen. Entstanden ist er in 1853, weil der Weg zwischen Winterswijk und Oeding verbreitert wurde. Die beiden Grenzposten haben heutzutage eine andere Funktion /Bestimmung bekommen. Immer wieder begegnen Sie während Ihrer Wanderung unterschiedlichen Grenzsteinen, die in dieser Tour nah beieinander sind. Ab und zu, laufen Sie genau auf der Grenze und Sie sind mit einem Schritt, entweder in Deutschland oder den  Niederlanden. Wenn Sie aufmerksam schauen, bemerken Sie, dass die deutschen Bauernhöfe robuster aussehen.DCF 1.0

Autor: Teersa van Wezel

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