Wie sieht Ihr Meinweg aus?

Wenn Sie einen Fuß über die Grenze setzen, kommen Sie gleich in Urlaubsstimmung. Hier ist alles etwas anders und nicht selten wird man richtig überrascht … vieles ist aber auch genauso wie zu Hause. Diesmal stellen wir Ihnen eine uralte Landschaft mit Hügeln und lieblichen Dörfern vor: Nationalpark De Meinweg. Mitten hindurch verläuft die deutsch-niederländische Grenze.

Östlich von Roermond, kurz hinter der Grenze, erstreckt sich der Nationalpark De Meinweg, eine Wald-, Heide und Moorlandschaft von besonderem landschaftlichen Reiz. Verborgen zwischen zwei Wasserläufen gehört der Park mit seinen einzigartigen Terrassen und deren steilen Übergängen zum Maas-Schwalm Naturschutzgebiet. Das Wegenetz ist bis auf wenige Ausnahmen für Radfahrer freigegeben. Die weite Landschaft wurde von Deutschen wie Niederländern Jahrhunderte lang als Weidefläche für Tierherden, für die Jagd, den Torfabbau und die Brennholzgewinnung genutzt. Hierdurch wurde das heutige Landschaftsbild mit den großen Waldflächen und kontrastierenden Heiden nachhaltig geprägt.

Vlaai oder Kuchen

Der Meinweg-Nationalpark ist abwechslungsreich und zu jeder Jahreszeit atemberaubend schön. Zahllose Übernachtungsmöglichkeiten und herrliche Lokale laden zum Verweilen ein. Niederländischer Vlaai (Obstkuchen), deutscher Kuchen oder das einzigartige lokal(!) gebraute Bier lassen den Genießer in grenzenlos burgundischen Sphären schwelgen!
Wer im Frühling an den vorsorglich gegen Kälte eingepackten Feldern vorbei kommt, kann schon von der reichen Ernte träumen. Erntefrischer Spargel, Erdbeeren, frische Pilze und knackiges Gemüse laden im Sommer zu kulinarischen Pausen am Wegesrand ein. Im Herbst erblüht die Heide in ihrer vollen Pracht. Was will man mehr?

Auf Entdeckungsreise

Beliebte Startpunkte für Fahrradtouren sind auf niederländischer Seite zum Beispiel Roermond und Roerdalen, auf deutscher Seite Niederkrüchten und Wassenberg. Aber auch etwas weiter nördlich oder südlich ist es schön. Jeder kann sich seinen eigenen Meinweg zusammenstellen, ganz nach Belieben mit kulturhistorischen oder ökologischen Sehenswürdigkeiten.

Unterwegs kommt man durch historische Städtchen mit zauberhaften, kleinen Geschäften. Schlösser und Ruinen am Wegesrand zeugen von längst vergangenen Epochen. Bei schlechtem Wetter lädt die riesige Shopping Mall in Venlo zu einem Bummel im Trockenen ein. Oder besuchen Sie Roermond, die alte Bischofsstadt. Hier können Sie auf dem Münsterplatz bei Live-Musik herrlich entspannen. Wer einen Zwischenstopp oder eine Übernachtung einlegen möchte, sollte dies unbedingt tun. Besuchen Sie zum Beispiel Brüggen, Mühlhausen, Wassenberg, Oberkrüchten, Overhetfeld und Bocherhausen (sehr schöner Ausblick). Es lohnt sich!

Knotenpunktsystem

Über ein Knotenpunktsystem lassen sich die Fahrradrouten beiderseits der Grenze leicht verfolgen. Erstellen Sie einfach ihre ganz individuelle Route und fahren Sie von einem Knotenpunkt zum nächsten. Das Meinweg-Fahrradroutennetz umfasst ca. 100 km. Erwarten Sie darum nicht, das gesamte Gebiet an einem Tag erkunden zu können. Selbst Einheimische entdecken immer noch neue Fleckchen, die sich bisher ihren Blicken entzogen hatten. Erkunden Sie den wundervollen Meinweg-Nationalpark mit dem Fahrrad, dem E-Bike, dem Mountainbike, zu Fuß oder zu Pferd. Genauso, wie Sie es möchten. Nehmen Sie sich dafür ein Wochenende frei, oder kommen Sie nur für einen erholsamen Spaziergang. Vielleicht möchten Sie ja auch Ihren ganzen Urlaub hier verbringen. Dann zögern Sie nicht! Hier braucht sich wirklich niemand zu langweilen.

 

Meinwegroute – INFO

Autor: Teersa van Wezel

Teilen Sie diesen Post
468 ad

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>